Unbekannte Studierendenvertreter besprühten Gehwege in der Hansestadt mit zusammenhangslosen Begriffen.

Uniretten

Gestern Nacht haben, der Studierendenschaft vollkommen unbekannte, Studierendenschaftsvertreter in einer Nacht-ohne-Nebel-Aktion die Rostocker KTV und die Köpelinerstraße bis vors Rathaus mit blinden Parolen beschmiert. Letztere ,wie „Bildung braucht Priorität!“, stehen wohl im Zusammenhang mit der heute stattfindenden Finanzausschusssitzung in Schwerin. Den Universitäten in Mecklenburg-Vorpommern fehle anscheinend viel Geld.

Die Polizei berichtet von einem irritierenden, anonymen Anruf einige Zeit vor der Tat. Der sich als Clemens Schiewek, AStA-Vorsitzender, ausgebende Anrufer fragte, ob es erlaubt sei, mit Sprühkreide die Gehwege der Stadt zu plakatieren, was Kommissar*in Koslowski (Name von der Redaktion gegendert) folgendermaßen kommentiert hätte: „Jedes Kind dürfe mit Kreide auf die Straße malen. Warum sollten Sie das nicht dürfen? Aber ich gebe das so weiter. Verschonen Sie jedoch Privatgründstücke und -gebäude, sowie Fahrbahnmarkierungen! Und ziehen Sie Warnwesten an.“ Im Kommissariat sei johlendes Gelächter ausgebrochen.

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Anwohner berichten von einem halben Dutzend unvermummter Gestalten, die mit Schablonen und Sprühdosen bewaffnet auffällig unauffällig durch menschenleere Gassen gezogen seien. Gegen 23:56 Uhr sei der Spuk beendet gewesen. Unser heuler-Fotograf Marcus Sümnick konnte gestern rein zufällig die dubiose Gruppe in sicherem Abstand verfolgen.

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Bei der Recherche hat der heuler eine ominöse Facebook-Veranstaltung entdeckt, in der die Schandtat schon im Voraus angekündigt wurde. Die Aktion war wohl bereits für den 9.12. geplant, wurde aber aufgrund des regnerischen Wetters verschoben. Bei Facebook hatten sich 24 Nutzer zur Teilnahme bereiterklärt. Ob es auch in anderen Stadtteilen zu derartigen Geschehenissen gekommen ist, ist uns nicht bekannt. Wo aber waren die restlichen ca. 3/2 Dutzend der angemeldeten Teilnehmer? Informationen bitte an die Redaktion oder den AStA Uni Rostock.

Fotos: Marcus Sümnick